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Samstag, 22. Oktober 2011

Benchmarking Social Media HR, Recruiting 2.0 - Welche Social Media Kanäle werden in Deutschland genutzt?

Benchmarking Social Media HR, Recruiting 2.0 -


Welche Social Media Kanäle werden in Deutschland genutzt?


Social Media im Personalmarketing in den Bereich Human Resources, Recruiting und Employer Branding wird immer häufiger intensiv von deutschen Unternehmen genutzt. Vorbild in Sachen Personalmarketing ist einmal mehr die USA, die auch in diesem Bereich etliche Best-Practice Beispiele vorzuweisen hat.


Zunächst ein kleiner Einstieg in die Begriffswelt des Personalmarketings.


Immer wichtiger wird für Unternehmen auch die Arbeitnehmermarkenbildung.



Was ist Employer Branding?


Arbeitgebermarkenbildung gehört zu den unternehmensstrategischen Maßnahmen innerhalb des Marketings. Hierbei werden Marketingkonzepte auf die Personalrekrutierung übernommen und die Markenbildung als Arbeitgeber und die positive Abhebung gegenüber Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt forciert.


"Employer Branding ist die identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber.“


Ziel dessen ist die nachhaltige Optimierung der Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterbindung, Leistungsbereitschaft und Unternehmenskultur sowie die Verbesserung des Unternehmensimage.


Beim Employer Branding kommt es darauf an Unternehmenswerte zu vermitteln und eine Identität der potentiellen Arbeitnehmer zum Unternehmen zu schaffen, sowie Einblicke in die Unternehmenskultur, Produktattraktivität, dem gesamten Arbeitsumfeld und den damit verbundenen Karriere- und Verdientsmöglichkeiten zu geben. Der Erfolg von Employer Branding ist neben der Interaktion und der Einbindung der Zielgruppe und den bereitgestellten Inhalten auch von der Wettbewerbsstärke im Arbeitsmarkt abhängig.


Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit sind in allen Unternehmensbereichen von besonders hoher Relevanz. Im Zeitalter des Social Webs, der gekennzeichnet ist durch die jederzeit für jeden User bestehende Möglichkeit Inhalte im Netz zu generieren, sind leere Versprechen oder vorsätzliche Vortäuschung falscher Tatsachen besonders fatal und können weitreichende Folgen für ein Unternehmen bedeuten.


Zur intensiveren Studie des Employer Brandings empfiehlt sich die 2.Auflage von Mladen Petkovic Employer Branding - Ein markenpolitischer Ansatz zur Schaffung von Präferenzen bei der Arbeitgeberwahl .



E-Recruiting


...ist die Personalbeschaffung unter Zuhilfenahme elektronischer Medien und spezifischer Personalsoftware.


Eine detaillierte Definition zum Thema eRecruiting liefert Marketing.ch hier.


Laut Weitzel (Recruiting Trends 2011) sind Xing 12,7%, twitter 7,5%, Facebook 6,8% und LinkedIn 6% die Social Media Kanäle, die am häufigsten mit Stellenanzeigen oder anderen Maßnahmen zum Zweck der Personalbeschaffung bespielten Tools des Social Web.


Recruiting 2.0 bietet Unternehmen aller Geschäftsfelder unabhängig ob B2B oder B2C eine Möglichkeit vor allem junge Absolventen als Berufseinsteiger, Azubis, Studenten und Praktikanten zu gewinnen.

In Deutschland gewinnt Recruting und Employer Branding angesichts des Wandels des deutschen Arbeitsmarkt vom Arbeitgebermarkt zu einem Arbeitnehmermarkt an Bedeutung. Deutsche Unternehmen bauen mit zunehmender Tendenz ihre HR-Präsenz im Social Web aus.

Benchmarkanalyse -


Welche Social Media Kanäle nutzen deutsche DAX-Konzerne/B2B und B2C Unternehmen für Human Resources, Recruiting 2.0 und Employer Branding


Die Bedeutung von LinkedIn wächst zusehends in Deutschland. In unser eigenen Benchmarkanalyse, die die Nutzung der Social Media Kanäle deutscher Konzerne in Bezug auf Recruiting und Employer Branding untersucht wird deutlich, dass sowohl B2B, als auch B2C Unternehmen mehrere Kanäle gleichzeitig mit Stellenangeboten und Maßnahmen zur Förderung des Arbeitgeberimages und der Arbeitgebermarke bespielen.


Erhoben wurden die Anzahl von Abonnenten, Follower und Fans offizieller Karriereseiten der gängigsten Social Media Kanäle im Bereich Human Relations, Recruiting und Employer Branding.



Benchmark Social Media Nutzung für HR, Recruiting 2.0 und Employer Branding deutscher DAX-Konzerne B2B und B2C Unternehmen
Benchmark Social Media Nutzung für HR, Recruiting 2.0 und Employer Branding deutscher DAX-Konzerne B2B und B2C Unternehmen

Bewusst erfolgte eine Gegenüberstellung von B2C Unternehmen der Automobilbranche, deren Produktattraktivität und Unternehmensimage weitaus höher einzuschätzen ist, als die Produkt- und Unternehmensattraktivität und das Image eines B2B-Unternehmens aus der Stahlindustrie. Alle der untersuchten Unternehmen sind an Börsen gehandelte Aktiengesellschaften, deren Geschäftsfelder vielseitig und international verankert sind.


Die Markenstärke hat auch Einfluss auf die Wahl des Social Media Tools. Starke Marken, die emotionale Bindungen erzeugen können sind einfacher auf Facebook zu platzieren als Marken von B2B Unternehmen, deren Marke, 1. weniger bekannt ist und 2. weniger emotionale Bindung zu Kunden und potentiellen Arbeitnehmern zu erzeugen in der Lage ist.


Deutlich wird bei der Untersuchung, dass LinkedIn wesentlich intensiver genutzt wird als es die öffentliche Wahrnehmung der Plattform vermuten lässt.


Inwieweit die häufig genutzten Kanäle twitter und Karriereblogs effizient für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter eingesetzt werden kann ist zumindest mir nicht klar. Karriereblogs sind sicher, trotz geringerem Traffic, wesentlich effektiver für den Aufbau einer Arbeitgebermarke als twitter.


Sichtbar wird hierbei, dass die Potentiale, die Social Media sowohl für die Mitarbeiterrekrutierung und den Aufbau einer Arbeitnehmermarke, als auch für andere Unternehmensbereiche, wie PR und Brand Building generell noch nicht ausgeschöpft werden womöglich auch noch garnicht erkannt worden sind.



Übersicht Social Media Nutzung deutscher DAX-Unternehmen im Personalmarketing (Recruiting 2.0, HR)


tabelle-unternehmensprofile- Social Media Kanäle DAX Unternehmen HR, Recruiting
Quelle: http://linkedinsiders.wordpress.com/2011/09/27/employer-branding-linkedin/

Eine vollständige Untersuchung der Social Media Nutzung für HR, Recruiting 2.0, Employer Branding aller DAX-Unternehmen finden Sie hier. Bei dieser Untersuchung fehlt allerdings eine Unterscheidung zwischen B2B und B2C Unternehmen bei der Nutzung von Social Media für HR und Recruiting 2.0. Darüberhinaus sind teilweise Social Media Präsenzen berücksichtigt, die allgemeine Unternehmensinformationen thematisieren und der Fokus nicht auf Karriere & Jobs bzw. Personalmarketing liegt.


Den gesamten Artikel von Stefan Koß finden Sie hier.



Xing am ehesten als Instrument für HR und Recruiting geeignet - LinkedIN holt auf!?


SID/FIT Social Media Report 2010/2011


Die aktuelle Untersuchung zur Nutzung von Social Media im Beruf gibt Aufschluss über die Relevanz der einzelnen Social Media Kanäle für die berufliche Nutzung.


Die, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bonn-Rhein.Sieg. dem Fraunhofer Institut und der Software Initiative Deutschland e.V. durchgeführte Studie erhebt die Meinung von 100 Fach- und Führungskräfte zu den Plattformrelevanzen im Geschäftsalltag, den beruflichen Einsatzmöglichkeiten und damit verbundenen Erwartungen bzw. Zielstellungen von Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Xing und Co. . Dabei wird Xing zu 81% und Facebook und twitter lediglich zu 28% bzw. 34% für Maßnahmen der Karriereförderung oder HR genutzt werden.




[caption id="attachment_369" align="alignleft" width="552" caption="Welche Social Media Kanäle werden von deutschen Fachkräften für den Einsatz in HR/Karriereförderung als sinnvoll erachtet?"]Welche Social Media Kanäle werden von deutschen Fachkräften für den Einsatz in HR/Karriereförderung als sinnvoll erachtet?[/caption]

Ein interessanter Report betrachtet Social Recruiting in den USA.



Social Recruiting 2.0 in den USA - Vorreiterrolle bestätigt




Kernaussagen 2011


Unter den 800 befragten Headhunter und Personalrecruiter haben im Jahre 2011 64%  der Stellenausschreibungen über soziale Netzwerke eingestellt. (Zum Vergleich in der Vorgängerstudie noch 58%). Das Budget im Bereich Recruiting 2.0 wollen 55% kurz- mittelfristig erhöhen. Personalempfehlungen bleiben im Rekrutierungsprozess enorm wichtig. Bei der Frage nach den bevorzugten Social Media Tools nutzen 64% 2 und mehr Plattformen. Immerhin 40% nutzen drei oder mehr Plattformen. Dieser Trend kann im Rahmen unserer Benchmarkanalyse bestätigt werden. LinkedIN ist die effizienteste Plattform für Perssonaleinstellungen gemessen an Einstellungsquote, wobei Facebook und Twitter wesentlich höhere Raten als Empfehlungsquelle erreichten. Qualität im Arbeitsmarkt ist rar. Das spiegelt sich auch in den USA wieder. Ganze 77% der Befragten spüren verstärkten Wettbewerb um Talente, fast zwei Drittel (61%) beabsichtigen, im Folgejahr direkt von Mitbewerbern Personal abzuwerben.

interessante weitere Artikel finden Sie

http://www.wollmilchsau.de/der-social-recruiting-report-2011/

Social Media Report HR 2010

http://linkedinsiders.wordpress.com/

als Best-Practice Beispiel Daimler Career Website als Ausgangspunkt aller Social Media Angeboten in HR 

FAZIT:



  • Großteil deutscher Unternehmen nutzt mehr als 3 Social Media Tools für Recruiting, Employer Branding etc.

  • LinkedIN gewinnt an Bedeutung in Deutschland

  • große Unterschiede  in der Nutzung und Intensität von Social Media in HR und Recruiting 2.0 im Vergleich deutscher B2C-Unternehmen im Vergleich zu deutschen B2C-Unternehmen

  • emotionale Produkte/starke Marken sind führend in der Ausgestaltung der HR in Social Media


Fritz Ramisch

Montag, 26. September 2011

„Ist euch aufgefallen, dass ihr seit dem neuesten Facebook Update…“ und ein wenig Google vs. Facebook

Vermutlich hat es mittlerweile jeder über seine Facebook Status-Meldungen gelesen. Die Facebook Veränderungen verärgern die User abermals und lässt die Communities schäumen (zumindest diskutieren).

Im Grunde genommen hat sich rechtlich aber eigentlich nicht viel verändert (http://tiny.cc/855z3). Dritten bleibt bei den Einstellung in dem Privatssphärevergleich auch weiterhin die Einsicht verwehrt. Die Abonnements sind  lediglich ein Versuch, dem Launch von Google+  etwas entgegenzustellen und erinnert stark an das Follower-Prinzip von Google+.

Grundsätzlich würde ich in diesem Artikel gerne zwei Komponenten beleuchten, einmal die des Users und einmal den Wettbewerb zwischen Facebook und Google +.



Der User hat es schwer…, insbesondere wenn er nicht die Internet, -oder Medienaffinität mitbringt, die er sich selber gerne in die Bewerbung schreiben würde. Kritisches Denken und Selbstreflexion lernen uns in der Welt nicht in jede Falle zu tappen. Manche wurden so erzogen, manche erlernten dies über ihre persönlichen Freundeskreise oder die Neugier war der Antreiber.

Anscheinend versagt diese Selbstreflexion oder aber das kritische Denken im Netz, vielleicht verwässert sie dort aber auch nur.

Der Datenschutz Boomerang zieht wieder seine Kreise, es wird wie am Anfang beschrieben sich darüber beklagt, dass Dritte an Informationen gelangen die ihnen doch eigentlich gar nicht zustehen. Doch eigentlich müsste man sich doch selbst eingestehen, dass man sich auf einer öffentlichen Plattform bewegt. Zumindest in dem Punkt öffentlich, da sie kostenfrei ist und jeder Mensch mit einem Internet Zugang auf die Seite mit all ihren Features zugreifen kann.

Sicherlich soll man sich weiter darüber Gedanken machen wer was von einem liest, aber die Quintessenz des Ganzen ist doch eigentlich was man selber schreibt und damit zugänglich macht, oder nicht?

Es werden dutzend Fanpages geliked und kommentiert, Anwendungen gebraucht für die man sein Einverständnis für den vollen Zugriff auf all seine Profildaten gibt und dann meckert man darüber, dass eventuell ein Dritter lesen kann, wo man seinen Kaffee trinkt…klingt doch auf den ersten Blick ein wenig ambivalent. Gerade im Kontext, dass eine dritte Privatperson wohl kaum so viel Einflussnahme auf seine eigene Wirklichkeit hat wie ein Unternehmen!

Jeder sollte sein Nutzungsverhalten in Gesellschaftsmedien wie Facebook ständig hinterfragen, jedes Post, jede Fanpage und auch jede Anwendung. Das wäre zumindest der erste Schritt um den Schutz seiner eigenen Daten zu kontrollieren.

Auch wenn der Übergang vermutlich misslingt und ich von dem eher emotionalen Thema ins rationale abrutsche aber vielleicht trägt es ja zum allgemeinen Verständnis bei.



Die Veränderungen von Facebook kommen wie kurz im oberen Teil beschrieben nicht von ungefähr.

Facebook wurde von Google in eine Zwangslage gebracht, in dem sie mit ihrem Google+ Netzwerk ein Verknüpfung für alle anderen Google-Tools geschaffen hat.

Die Überladung von Funktionen auf Facebook erinnern an ein Szenario, in dem Google schon einmal die besseren Karten gehabt hat und dass obwohl Sie das Rad nicht neu erfunden haben.

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere Leser an die damaligen Suchmaschinen vor der Zeit von Google wie Fireball, Lycos oder selbstverständlich Yahoo.

Das Beispiel von Yahoo ist dabei der Indikator für die Prognose. Yahoos Suchmaschine, die auf den Algorhytmen von u.a. Altavista und auch Google basierte, erweitere seine Homepage um verschiedene Funktionen, (Emailkonten, Nachrichten, etc.) um mehr Traffic zu generieren und somit auch mehr Werbeumsatz. Dies war  getrieben durch die Investoren, die nach dem Einbrechen der Kurse durch die DotCom-Blase wieder Rendite sehen wollten. So stellte sich das Unternehmen breiter auf und verlor ihr Kerngeschäft, das der Suchmaschine, aus den Augen. Die zu überladene Homepage schreckte zunehmend ab und die puristisch gehaltene frontpage von Google erlangte die Marktmacht.

In der Zeit als Yahoo also ihr Kerngeschäft schleifen ließ und weitere Geschäftsfelder beackerte, konzentrierte sich Google auf die Verbesserung des Suchalgorhytmus.

Ähnliche Gefahr sehe ich nun auch bei Facebook, die Überladung der frontpage durch zusätzlich integrierte Features schreckt die Leute zunehmend ab und treibt sie zu Google+, welches wie auch bei der Suchmaschine eine puristische Oberfläche hat und klar und übersichtlich gestaltet ist, eine einfache Usability besitzt und stark zweckorientiert ist.

Hinzu kommt ein All-Around Paket welches Google anbietet, gerade im Hinblick auf die Mobile Endnutzung, was viele Wege einfacher macht. Wenn die Schnittstellen zwischen den Google-Tools zugänglicher  und transparenter für den durchschnittlichen User werden, könnte Google eine Lücke füllen die Hard-und Software verschmelzen lässt. Aber das steht wie so oft nur in den Sternen oder auf kleinen Blogs ;-)

Philipp Orlet

Donnerstag, 28. Juli 2011

Mobile Payment - das Smartphone als Geldbörse

Auf Wiedersehen „good old“ Portemonnaie


Verabschiedeten sich die User noch vor gar nicht allzu langer Zeit von einer separaten Nutzung des Internets




[caption id="attachment_281" align="alignright" width="333" caption="Quelle: G+"][/caption]

und des Telefons. Geht es jetzt der Kreditkarte und seinen Freunden an den Kragen.


Near Field Communication (NFC) ist der Schlüssel zur bargeldlosen Zahlung via Smartphone. Es wurde lange darüber diskutiert und für die Majorität  der HeavyUser war es nur eine Frage der Zeit bis es sich durchsetzt. Nun konkretisieren sich die Pläne an einer Umsetzung, was rein technologisch eine gewisse Logik birgt.


Wie rechts in der Grafik von G+ beschrieben, sind die Prognosen von Google Analysten rosig. Sowie die meisten Prognosen im Kontext von Social Media wirken sie oftmals etwas überkandiert, nichts desto trotz, bei genauer Überlegung  und im Hinblick auf die Wachstumszahlen von Smartphones scheint die Prognose relativ realistisch.


Allein die Vorstellung: Google in Kooperation mit der Citibank und Mastercard sollte dem Ganzen ein Fundament geben, welches den finalen Durchbruch schaffen könnte.


“Your Citi MasterCard and Google Wallet will transform the way you tap, pay and save.”



Apps statt Bezahlkarten


Google Wallet zum Beispiel  setzt sich selbst das Ziel auf Dauer die Bezahlkarten, die jeder Mann und Frau in seiner Brieftasche vorfindet, durch die App zu ersetzen. Darüber hinaus ist angedacht Payback-Karten, Geschenkkarten, Eintrittskarten, Bordpässe etc. über die App abzuwickeln.


Aufladen funktioniert über eine Google PrepaidCard (für die nicht Citibank-Kunden) oder mittels Mastercard, weitere übergreifende Partnerschaften sind für einen Ausbau der Strategie geplant. Dazu soll es eine Verknüpfung mit Google Offers  geben, welches mit Google Wallet synchronisiert werden kann und u.a. auch Payback-Karten ersetzen sollen, neben den normalen Angeboten, die Google anbietet.



Die große Frage: Wie sicher ist Mobile Payment?


Das größte Fragezeichen steht beim Endverbraucher im Punkt Sicherheit. Google geht sehr progressiv mit dem Thema um und preist an, dass das Google Wallet bei weitem sicherer ist als das herkömmliche Portemonnaie. Das Kaufabwicklungsverfahren soll via Pin und einem separaten Sicherheitsbildschirm (bei Android Smartphones) abgesichert werden. Unterstützt wird die Technologie von PayPass, die unter anderem auch bei Lufthansa´s Miles&More Programm Verwendung findet.


Abschließend lässt sich sagen, dass die Zeichen schon auf NFC standen. Jetzt sieht es danach aus, dass Bewegung in den Markt kommt und die vorhandene Technologie auf dem Weg ist die Welt zu erobern. Wie lange es letztendlich braucht, damit die Menschen tatsächlich auf ihre geliebte alte Ledergeldbörse verzichten, steht wie so oft in den Sternen. Die Marken Google/Citibank/Mastercard machen die Anwendung sicherlich attraktiver für den ein oder anderen, im Gegensatz dazu stehen gerade diese Unternehmen vielfältig in der Kritik u.a. durch Datenschutz-rechtliche Probleme (Google) oder die Finanzkrise (Finanzdienstleistungsbranche). Wie schnell sich diese Imageprobleme ablegen lassen um den Markt zu durchdringen ist unvorhersehbar, denn: Das Geld ist dem Menschen ein sehr heiliges Gut, wo Vertrauen eine übergeordnet wichtige Bedeutung hat.


Philipp Orlet

Donnerstag, 21. Juli 2011

Studienüberblick Social Media 2011

Forschungsstand Social Media - Studienüberblick 2011


Laut einer Studie von ComScore sind 32% der 15-34 Jährigen und 38% der ab 35 Jährigen User in Social Media aktiv. Dabei verbringen die Social Media Nutzer 11,7 % der Gesamtzeit allein auf Facebook.  Social Bakers erhebt im 6 Monatsturnus das Wachstum der Facebooknutzung weltweit. Dabei ist in Deutschland ein Wachstum von 42,63% zu verzeichnen. Dieses Wachstum ist an den Industrienationen gemessen das Höchste. Nur die Schwellenländer Brasilien, Thailand und Indien haben höhere Wachstumsraten. Das liegt unter anderem daran, dass deren Internetinfrastruktur teilweise noch im Aufbau ist und mit enormen Bemühungen ausgebaut wird. Die Penetration der User auf Facebook ist in Deutschland vergleichsweise gering mit 23%.


Fittkau & Maaß misst regelmäßig das Wachstum der sozialen Netzwerke in Deutschland. Dabei hat Facebook innerhalb der letzten 4 Jahre seit 2007 die Konkurrenz Xing, meinVZ, StudiVZ, mySpace deutlich verdrängt und stellt mit 64,4 % die klare Nummer 1 in Deutschland dar. Der Zweitplazierte Xing, ein Businessnetzwerk in dem geschäftliche, aber auch private Kontakte geschlossen werden können, macht einen Anteil von 18,4% aus.  Aus der Studie geht weiterhin hervor, dass die Nutzung anderer Web 2.0 Tools deutlich sinkt. So sinkt die Nutzung von Email und Instant Messenger bei der Altersgruppe der 15-34 Jährigen mit 11% bzw. 38% deutlich. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die User dazu tendieren mehrere soziale Netzwerke zu nutzen, während wenigere Email- und Instant Messengerkonten genutzt werden.



Social Media Marketing Report von 2011


Einen Überblick über die eingesetzten Social Media Tools gibt Das Social Media Examiner. Dabei schneidet Facebook sowohl auf B2C-Unternehmen(96%) , als auch auf B2B-Unternehmen (88%) als am häufigsten verwendetes Social Media Tool ab. Twitter, LinkedIn, Blogs und youtube bilden die Riege der Verfolger.  B2B-Unternehmen setzen deutlich häufiger Blogs, LinkedIn und Twitter als SM-Tool ein. Gemessen an der Zielgruppe und der Nutzerstruktur dieser Tools nachvollziehbar. Vergleichbar selten genutzt werden Social Bookmarkings, Geolocation, Foren und MySpace.


Im Social Media Marketing Report  werden  die Vorteile und die betriebswirtschaftlichen Effekte der Social Media Marketing Bemühungen von Unternehmen erhoben. Dabei haben 3300 Marketing-Entscheider Angaben gemacht. Daraus resultiert, dass der Großteil der Marketing-Entscheider Social Media Marketing zur Steigerung der Aufmerksamkeit des Unternehmens, um mehr Traffic und Abonnenten zu generieren und um im Suchmaschinenranking besser aufgestellt zu sein, nutzt. Steigerung der Verkäufe zählen nur für weniger als die Hälfte (43%) zu den entscheidenden Vorteilen des Social Media Marketings. Dieses Ergebnis lässt sich durch die strukturelle Einordnung der Social Media Bemühungen in das Gesamtunternehmen erklären. 46% der Unternehmen ordnen Social Media in die Abteilung PR/Unternehmenskommunikation ein, wobei 37% nur die Abteilung Werbung/Marketingkommunikation mit dieser Aufgabe betrauen.


Gefragt ob die Aussage „Social Media senkt Marketingkosten“ abhängig von der Erfahrung mit Social Media ist, geben 36% an, dass mehr als 3 Jahre Erfahrung mit Social Media nötig seien um solche Kosteneinspareffekte zu erreichen. Bereits 12% halten Erfahrung in diesem Bereich für unnötig um Marketingkosten durch Social Media einsparen zu können. Bei der Steigerung von Verkäufen über den Kanal Social Media spielt die Erfahrung mit Social Media offensichtlich eine größere Rolle (37% stimmen voll, 38 stimmen zu). Um qualifizierte Leads, im Marketing als erfolgreiche Kontaktanbahnung eines Produkt- oder Dienstleistungsanbieters zu einem potenziellen Interessent verstanden, zu generieren, seien laut der Befragung (38% stimmen voll zu, 39% stimmen zu) mehr als 3 Jahre Erfahrung mit Social Media nötig.Auch die Verbesserung des Suchmaschinenrankings mittelss Social Media sei von der Erfahrung mit Social Media abhängig (46% volle Zustimmung).


Zur Studie geht es hier.



MCKinsey The Rise of Networked Enterprise Web 2.0 finds its payday


Die Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey erhebt in einer Studie die ökonomischen Vorteile von Social Media für interne Prozesse und Kundenbeziehungen.Dabei wird der Anteil der Unternehmen, die diverse Verbesserung durch den Einsatz von Social Media erreicht haben und die durchschnittliche Verbesserung gemessen. Dabei kristallisiert sich für interne Prozesse, sowie externe Prozesse (Kundenbeziehungen) eine zunehmende Relevanz der Informationsbeschaffung über Social Media, den schnelleren Zugang zu internen Experten und die Kostensenkung für Reisen, Kommunikation und Betriebskosten heraus. Eine Umsatzsteigerung verzeichnen dabei die wenigsten Unternehmen durch den Einsatz von Social Media. Wesentliche Vorteile sehen die Unternehmen im Kontext der Kundenbeziehungen hingegen in der Zeit der Markterreichung (Time-to-Market) und der steigenden Zufriedenheit der Lieferanten und Partner.


Zur Studie geht es hier.



DSAF Social Media Einfluss auf das Kaufverhalten im Internet


Die Relevanz von Social Media in Bezug auf die Kaufentscheidungen der Kunden, auf die es strategisch gesehen so gut wie alle Marketing- und Kommunikationsbemühungen eines privatwirtschaftlichen Unternehmens ausgerichtet sind, wurde von DSAF (Dr.Schengber & friends) gemessen. Demnach wird sich die Relevanz der Social Media Aktivitäten für die Kaufentscheidungen in der Zukunft deutlich erhöhen. Dabei wird deutlich, dass Social Media-Angebote besonders vor und während des Kaufs genutzt werden. Besonders hohen Stellenwert werden Erfahrungsberichten und Produktbewertungen beigemessen. In diesem Zusammenhang stellen Suchmaschinenergebnisse eine dementsprechend große Rolle.


Zur Studie geht es hier.


Der Studienüberblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern stellt nur eine Auswahl aus einer Vielzahl von interessanten Studien dar. Wenn Ihrer Meinung wesentliche Studien aus 2011 vergessen worden sind posten Sie diese bitte.

Freitag, 15. Juli 2011

Social Media in der Finanzbranche

Wie Banken und Versicherungen Social Media einsetzen


Finanzdienstleister sind gemessen an Ihren Social Media Bemühungen eher „late follower“ als „first mover“. „Der Marke ein Gesicht geben“ ist die Devise. Wie Banken und Versicherer mit Social Media experimentieren.

Experteninterviews mit 10 Entscheidern deutscher Finanzdienstleister zum Thema Erfolg, Planung, Chancen und Risiken in Social Media geben Einblicke inwiefern Finanzdienstleister Social Media in ihre Unternehmenskommunikation integrieren, welchen Stellenwert SM besitzt und anhand welcher Kennzahlen der Erfolg von Social Media gemessen wird.

Auszug aus den Ergebnissen der Experteninterviews:

1)      Art & Umfang d. Social Media Bemühungen

Facebook, Twitter & Unternehmensblogs sind die bevorzugten Infokanäle, über die, die befragten Unternehmen, einen Dialog mit einer jüngeren Zielgruppe, die über klassische Kanäle nicht oder nur mit großem Aufwand erreicht wird, forcieren. Branding 2.0 , Recruiting 2.0 und Service 2.0 sind dabei die Zauberworte, die die Erwartungen und die Richtung der Social Media Maßnahmen beschreiben. Dem geringen konzeptionellen Aufwand in Bezug auf Kommunikationsstrategien in Social Media steht Social Media Monitoring gegenüber.

2)      Welche Zielgruppe erhält welchen Nutzen?

Jüngere Nutzer sprich die potentiellen Kunden von morgen stellen die Hauptzielgruppe dar. Dabei beschreibt der Begriff „Digital Natives“ und zunehmende Verlagerung der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen in das Internet am besten die Notwendigkeit Social Media verstärkt in die Unternehmenskommunikation einzubinden. “Du oder Sie?“ ist die entscheidende Frage in Bezug auf die richtige Ansprache in Social Media.

3)      Aufwand der Social Media Maßnahmen

Der zeitliche Aufwand der Mitarbeiter beläuft sich von 1Stunde/Tag bis  zu einer Halbtagskraft. Die Tendenz wird darauf hinauslaufen, dass die MA und der zeitliche Aufwand, der für SM aufgebracht wird erhöht wird. Momentan werden interne Mitarbeiter zeitweise für die Social Media Aufgaben von Ihren bisherigen Aufgaben abgestellt oder bis zu zwei Mitarbeiter komplett auf den Bereich Social Media angesetzt. Dabei verschwimmen die Aufgaben mit denen der Unternehmenskommunikation, der Presseabteilung und des Marketings. Dadurch werden die Gehälter über jene Rechnungsstellen abgerechnet, was dazu führt, dass Social Media kein direkter finanzieller Aufwand zugerechnet wird und das Kosten-Nutzen-Verhältnis verzerrt wird.

4)      Kennzahlen Evaluation und Aussagekraft

Die Anzahl der „Fans“ & „Follower“ „Likes“ „Shares“ „Comments“ wird durchaus zur Bewertung der Resonanz und der Interaktivität angewandt. Die große Frage, die diskutiert wird ist: „Welche Qualität haben die „Follower“ und „Fans“?“ Dabei wird die  Suche nach den Multiplikatoren wichtiger. sonst Den Kennzahlen wird sonst weniger Relevanz beigemessen. Die Herausforderung der Zukunft bleibt den Zusammenhang zwischen SM-Maßnahmen, Kundengewinnung und Umsatz nachzuvollziehen.

5)      Auswertung über Social Media Kanäle gewonnener Daten & Erkentnisse Risiken

Bisher findet nur eine sporadische Auswertung der auf Facebook & Twitter gewonnenen Daten statt. Die unternehmensinterne Vernetzung und Weitergabe der Erkenntnisse ist dabei noch ausbaufähig.  Social Media Monitoring, also das „was wird über uns im Netz gesagt“ ist gängiger als zunächst angenommen. Die Devise lautet Risken in Chancen umwandeln. Dabei stehen Transparenz und Nachhaltigkeit der Social Media Maßnahmen an oberster Stelle.

6)      Chancen

Die Chancen und die Hoffnung „durch die Finanzenkrise verlorenes Vertrauen durch eine transparente Kommunikation mit den Usern zurückzuerobern.“ ist groß. Hierbei wird Social Media unterschiedliche Bedeutung beigemessen.

7)      Erfolg

Der „Marke ein Gesicht geben“ ,  „wahrgenommen werden“  und „Lerneffekte über die Zielgruppe“ zu generieren sind die Eckpfeiler des Erfolgs in sozialen Medien.

Fritz Ramisch

Der komplette Forschungsbericht kann gern via Email angefragt werden.